12.10.17

American Cheesecake wie von Starbucks: unser Kuchen zum 1. Geburtstag

Meine Tochter Marlene wurde vor einiger Zeit 1 Jahr alt. Dieser Tag ist für alle Mamas (und natürlich auch Papas) sehr besonders, markiert er doch den Übergang vom Baby zum Kleinkind. Und wenn ich mir unsere Marlene so anschaue, wie sie krabbelt, sich hochzieht und überall hochklettert, da hat sie so gar nichts babymäßiges an sich (mit Ausnahme der großen Kulleraugen - die hat sie von Mama :-)). Zum ersten Geburtstag von Helena habe ich mich noch zu einer Erdbeer-Party hinreißen lassen, diesmal hatte ich einfach keine Zeit für eine Themenparty, aber gefeiert haben wir natürlich auch. Im Kreis der Familie und Paten, ganz unaufgeregt, aber nicht weniger schön. Als Geburtstagskuchen gab es  - auf Wunsch meines Manners - einen lecker-cremigen Cheesecake, der beinahe genauso schmeckt wie das Exemplar von Starbucks. Das Rezept habe ich mal von einer amerikanischen Kollegin bekommen.


American Cheesecake wie von Starbucks


Zutaten (für eine hohe Springform mit 26 cm Durchmesser)
200 g Vollkornkekse
80 g flüssige Butter
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1500 g Doppelrahm-Frischkäse
400 g Zucker
60 g Mehl
200 g Schmand
5 Eier
Zubereitung

Den Backofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen. Die Springform öffnen, den Boden mit einer Lage Backpapier auslegen und den Springformrand wieder so darum schließen, dass das Backpapier festgespannt ist. So kann der Kuchen später nicht am Springformboden festkleben. Die Form nun rundum gut in Alufolie einpacken, da der Kuchen später im Wasserbad backt und kein Wasser hineinlaufen soll. Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mithilfe eines Nudelholzes plattwalzen, so dass feine Krümel entstehen. Man kann das auch mit einem Foodprocessor machen, ich habe aber keinen. Die Kekskrümel mit der flüssigen Butter, dem Vanillezucker und Salz gut vermischen, auf dem Springformboden verteilen und gut andrücken. Die Form für 15 Minuten in den Kühlschrank geben und dann 10 Minuten vorbacken, abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür Frischkäse in eine Schüssel geben und mit dem Rührbesen cremig rühren. Zucker hinzugeben, Mehl darauf sieben und glattrühren. Schmand unterheben sowie jedes Ei etwa 1 Minuten unterrühren. Die Cheesecake-Füllung auf den vorgebackenen Boden geben und die Form auf ein tiefes Backblech stellen. Dieses nun so lange mit kochendem Wasser auffüllen, bis sie etwa zur Hälfte im Wasser steht. Dieses Wasserbad sorgt dafür, dass der Cheesecake besonders saftig wird und die Oberfläche nicht reißt. Nun etwa 45 Minuten backen, dann den Ofen auf 160 Grad runterschalten und nochmal 30 Minuten backen. Den Ofen ausschalten, die Backofentür leicht öffnen und den Kuchen so mindestens eine Stunde abkühlen lassen. Die Füllung ist zunächst noch recht wackelig, festigt sich aber wenn der Cheesecake abkühlt. Am besten stellt man den Kuchen für einige Stunden in den Kühlschrank. Erst wenn er richtig abgekühlt ist, sollte man den Springformrand lösen und den Kuchen heraus holen.
Der Kuchen ist - Frischkäse und Schmand lassen grüßen - recht mächtig, aber unfassbar lecker. Er kommt dem Original von Starbucks gefährlich nahe und unsere Geburtstagsgäste waren alle restlos begeistert. Sogar die Geburtstags-Motte Marlene hat ein paar Gäbelchen von dem Cheesecake aufgefuttert. Er eignet sich im übrigen wunderbar zum Einfrieren, so dass man auch noch Wochen noch ein oder zwei Stücke des Kuchens genießen kann. Das sind doch Aussichten, oder?





26.09.17

Brombeer-Muffins: selbstgepflückte Früchte treffen auf zarte Streusel

Dank des Tipps einer lieben Freundin haben mein Mann, die Kinder und ich vor einigen Tagen die letzten Brombeeren der Saison gepflückt. An einem versteckten Ort, gegenüber einer Pferdeweide wuchsen zahlreiche Brombeersträucher und wir haben uns alle gemeinschaftlich die Arme beim Ernten verkratzt. Diese Muffins wurden dann den Tag darauf gebacken. Herrlich buttrig zarte Streusel krönen dabei jeden Brombeer-Muffin. 

Brombeer-Muffins mit Streuseln


Zutaten (für 12 Stück)
225 g weiche Butter
375 g Mehl
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
2 Eier
1/2 Päckchen Backpulver
4 EL Milch
250 g Brombeeren
100 g Puderzucker
Zubereitung

Von der Butter 100 g abmessen und mit 125 g Mehl, 75 g Zucker und 1/2 Päckchen Vanillezucker zu Streuseln verkneten und in den Kühlschrank stellen. Mit den Händen geht das am besten. Die restliche Butter mit 100 g Zucker, dem restlichen Vanillezucker und einer Prise Salz mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Die Eier dazu geben. Das restliche Mehl und das Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Den Teig in 12 Muffinförmchen füllen (die Förmchen sollten nur bis etwa zur Hälfte befüllt werden, sonst laufen sie über). Die Brombeeren waschen, auf die Muffinförmchen verteilen und etwas in den Teig drücken. Den Streuselteig aus dem Kühlschrank holen, die Streusel auf den Muffins verteilen und diese dann im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Umluft) etwa 35 Minuten backen.
Nach dem Auskühlen können die Muffins mit etwas Puderzucker bestreut werden. Das sieht hübsch aus und gibt ihnen zusätzliche Süße. Mit tiefgefrorenen Früchten kann man die Muffins auch backen, dafür müssen die Früchte aber sehr gut auftauen und abtropfen, sonst durchweicht der Muffinteig und das sieht nicht schön aus (und ist nicht lecker).
Ich mag dieses Rezept sehr gerne, weil man Teig und Streusel mit den gleichen Zutaten anrühren kann und nicht ewig in der Küche stehen muss. Zudem sind die Muffins gut zu variieren, ich habe sie auch schonmal mit Himbeeren gebacken: Himbeer-Muffins mit Streuseln.

19.09.17

Ofen-Kürbis: ganz einfaches Soulfood

 
Dieser Tage wollte ich es mir eigentlich mit einer Kürbissuppe auf der Couch gemütlich machen,  denn mich hat eine fiese Erkältung erwischt, die ich seit Wochen nicht los werde. Dann kam mir aber dieser Ofen-Kürbis von Jamie Oliver wieder in den Sinn. Das klangt so lecker, dass ich spontan umdisponiert und diesen leckeren Snack zubereitet habe. Der Ofen-Kürbis lässt sich super einfach machen und schmeckt als Beilage genauso toll wie als Hauptgericht. Bei uns gab es ihn mit einem Jogurt-Dip - herrlich lecker. 


Ofen-Kürbis


Zutaten (für 4 Personen)
1 großer Butternusskürbis
1 getrocknete rote Chilischote 
Meersalz  
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 
Muskatnuss
1 große Hand voll frische Salbeiblätter 
1 Zimtstange, in Stücke gebrochen 
Olivenöl
 Zubereitung

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Den Kürbis längs halbieren; mit einem Löffel die Kerne  herausschaben und diese beiseite legen. Die ungeschälten Hälften in Schnitze schneiden. Die Chilischote mit einer kräftigen Prise Salz im Mörser zerstoßen, die ganzen Salbeiblätter und die Zimtstücke hinzufügen. So viel Olivenöl einrühren, dass eine schöne Paste entsteht, mit der alle Kürbisstücke gleichmäßig überzogen werden können. Die Stücke nebeneinander auf ein tiefes Blech legen, leicht salzen und pfeffern und mit den Kürbiskernen bestreuen. Nun wir das Blech fest mit Alufolie verschloßen und etwa 30 Minuten im Ofen gebacken, bis die Schale vom Kürbis weich ist. Anschließend ohne Folie nochmals für 10 Minuten im Ofen garen, so dass die Kürbisschnitze eine goldbraune Farbe annehmen und schön knusprig werden. Noch schnell die Zimtstücke entfernen und dann gleich servieren.  

Schaut das nicht fein aus? Sogar mein Mann und die Kinder haben probiert und fanden es gar nicht sooo schlecht. Haha.
 

03.09.17

Cremige Paprikasuppe: perfekt für viele Gäste oder als Partysuppe

Ganz lange schon geisterte mir eine cremige Paprikasuppe im Kopf herum und endlich hatte ich Gelegenheit dazu, sie zu kochen. Die Familie fiel hier bei uns ein zur Familienfeier und brauchte was zu futtern, da stieß der große Topf Suppe sehr auf Gegenliebe. Obwohl wir gerade in einer "Übergangswohnung" wohnen bis zur Fertigstellung unseres Hauses, die nicht besonders groß ist, lade ich gerne Brüder, Eltern, Schwiegereltern, Tanten und Cousinen zu uns ein. Ich mag es einfach, wenn die Familie beisammen ist und so wird eben ein wenig improvisiert. Auch auf der Couch mit dem Teller Suppe auf den Knien kann man dieses Paprika-Träumchen genießen.  

Zutaten (für 4 Personen)
4 rote Paprika
1 rote Zwiebel
Olivenöl
3 EL Tomatenmark
2 TL Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Muskat
1 Prise Zucker


Zubereitung

Die Paprika waschen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und bei 180 Grad im Backofen mit Grillfunktion so lange grillen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Man kann sie nun problemlos abziehen. Die Paprika  würfeln, ebenso die Zwiebel. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln und Paprika kurz zusammen mit dem Tomatenmark anschwitzen und mit 1/2 Liter Wasser ablöschen, so dass alles im Topf knapp mit Wasser bedeckt ist. Die Gemüsebrühe hinzugeben und alles etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Suppe nun pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Um ein wenig "Substanz" an die Suppe zu bringen, habe ich noch kleine Frikadellen zubereitet und zusammen mit Baguette zum Essen gereicht. Mein Lieblingsrezept für Frikadellenspießchen verlinke ich euch. Ich habe die doppelte Menge gekocht und blickte schon nach kurzer Zeit in den leeren Suppentopf. Mission geglückt - diese Suppe gab es sicher nicht zum letzten Mal. Habt Ihr auch eine Familiensuppe die gerade für größere Gruppen auf den Tisch kommt?

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